Weihnachtsfeier des Gebirgstrachtenverein Alpenrose Heppenheim
am 22. Dezember 2013

Wie zu Besuch bei Freunden
Weihnachten – Gebirgstrachtenverein Alpenrose feiert
mit „Stubenmusi“ und dem „Kerschhaiser Zupfgeigenchor“

Foto: Karl-Heinz Köppner 

Der Gebirgstrachtenverein Alpenrose hat das Jahr besinnlich ausklingen lassen.

Beim Gebirgstrachtenverein Alpenrose fühlt man sich immer wie zu Besuch bei Freunden. Auch bei der Weihnachtsfeier am Sonntag im „Kupferkessel“ war es heimelig und gemütlich. Besinnlich ließen die zahlreich erschienenen Mitglieder das Jahr ausklingen, hielten inne in der Hektik der letzten Weihnachtsvorbereitungen.

Die „Stubenmusi“ machte den Anfang mit wunderschönen Weisen, vorgetragen mit Hackbrett, steierischer Harmonika und Gitarre. Vorsitzender Volker Biereder begrüßte die Anwesenden und führte humorvoll durch den Nachmittag. Nicht nur Trachtler aus dem Heppenheimer Verein waren gekommen, unter den Gästen war auch Besuch vom Bruderverein, der zweite Gauvorstand Herbert Sauerwein, Hermann Bauer, Ehrenortsvorsteher von Sonderbach, der nach Biereders Worten viel für den Verein getan hat sowie Vertreter anderer Vereine Sonderbachs.

Der „Kerschhaiser Zupfgeigenchor“ durfte mit mehreren Ständchen nicht fehlen. Dahinter verbirgt sich eine zehnköpfige Gruppierung von Adventssängern vom Verein für Pflege und Förderung des heimatlichen Liedgutes. Sind es sonst Lieder aus dem Odenwald, die die Sänger intonieren, treffen sie sich alljährlich in der Vorweihnachtszeit, um gemeinsam mit der Stubenmusi alpenländische Musik einzustudieren. Unter der Leitung von Franz Rothermel begeisterte der Chor mit Liedern wie „Jetzt fangen wir das Singen an“ oder dem „Glockenjodler“. Auch die allerkleinsten Gäste lauschten mit großen Augen, was die Herren dort oben auf der Bühne so hervorragend sangen.

Hannelore Zollner verzauberte die Gesellschaft mit Weihnachtsgeschichten und Gedichten. Etwa mit dem Gedicht von der Maus, die in Rotwein gefallen war und die Wahl hatte, darin zu ertrinken oder von der draußen wartenden Katze gefressen zu werden. Die freute sich, denn „Maus mit Woisoß’ is en gutes Fresse“, hieß es in bester Mundart. Doch am Ende gelang der Maus die Flucht und die verdutzte Katze konnte nur noch reklamieren, dass das Nagetier sein Versprechen nicht gehalten habe, sich lieber anstandslos verspeisen lassen zu wollen, als jämmerlich zu ersaufen. „Man verspricht halt viel im Suff“, konterte die pfiffige Maus. Die Erzählerin sorgte für großes Gelächter im Saal.

Ebenso unterhaltsam war die Geschichte vom zwölfjährigen Florian, der seine Oma – vergeblich – von den Vorzügen eines Fotohandys als Weihnachtsgeschenk überzeugen wollte. Doch die war modernen Errungenschaften der Technik nicht wirklich aufgeschlossen. Wie man denn einen Film in so ein Handy bekäme und wieso man den Freunden den per MMS ein Foto von sich oder Hund Bello schicken müsse, wenn man die doch sowieso jeden Tag sehe. Die Oma kommt auf die rettende Idee: Sie will dem Sohn einen Termin beim Fotografen schenken, da könne er sich dann ablichten lassen und die Fotos per Post versenden, ohne neumodischen Schnickschnack. Schließlich einigten sie sich auf einen Geldschein zum Fest, nach Belieben einsetzbar.

Nach einer weiteren Einlage des Zupfgeigenchores, der Stubenmusi und der Erzählerin sangen alle im Saal Weihnachtslieder. Ein schöner, geselliger Nachmittag klang aus.

Ehrungen: Wolfgang Biereder ist seit 36 Jahren im Vorstand tätig

Der Gebirgstrachtenverein Alpenrose kann auf eine lange – im kommenden Jahr 85 Jahre währende – Tradition zurückblicken. Das Vereinsleben ist rege, gerne tauscht man sich mit Brudervereinen in ganz Deutschland aus. 2013 waren Vereinsmitglieder unter anderem beim Gau Niederrhein und beim Wendelsteiner Stamm Bottrop zu Besuch. Einer der Höhepunkte des Jahres, so Vorsitzender Volker Biereder, sei der Volkstanz im Kirschhäuser Gasthaus „Zur Post“ gewesen – eine Veranstaltung, die die Generationen vom dreijährigen bis hin zum über 80-jährigen Tänzer vereinte.

Nach einem Grußwort vom zweiten Gauvorstand Herbert Sauerwein ehrten die Trachtler langjährige Mitglieder. Aus gesundheitlichen Gründen nicht erscheinen konnte Resi Schubsky. Dennoch wurde sie mit großem Applaus bedacht. Seit 55 Jahren ist sie nun Mitglied und hat seinerzeit den Kontakt zum Bruderverein „Almfrieden“ aus München-Aubing geknüpft, woraus eine lange Freundschaft entstanden ist.

Seit 45 Jahren ist Maria Denne Mitglied der Alpenrose und stets eine große Stütze bei allen anstehenden Feierlichkeiten. Ein ganz besonders aktives Dreigestirn feierte vierzigjähriges Vereinsjubiläum: Ute Mai, Hans-Peter Weber und Wolfgang Biereder. Ute Mai war über 20 Jahre als Beisitzerin und Inventarverwalterin im Vorstand tätig. Sie konnte beim „Dirndl Drahn“ große Erfolge feiern.

Hans-Peter Weber arbeitete über dreißig Jahre im Vorstand mit. Er war zweiter Vorplattler, ist bis heute Schriftführer. Proben verpasse er so gut wie nie, lobte Volker Biereder, feierte große Erfolge beim Preis-Platteln des Rhein-Main-Gauverbandes. Weber qualifizierte sich sogar für den Einzelwettbewerb beim „Bayerischen Löwen“. Auch als Gau-Geschäftsführer ist er seit über 25 Jahren tätig.Die Laudatio für Wolfgang Biereder wäre allein abendfüllend: 36 Jahre Vorstandsarbeit. Er war erster und zweiter Vorplattler, zweiter Vorstand sowie erster Kassierer. Der Geehrte leitet die Proben, lehrt die Aktiven neue Plattler und Volkstänze. Vor neun Jahren wurde er zum Ehrenvorplattler ernannt. Auch im Gau war Biereder 25 Jahre als Gau-Vorplattler tätig, ist mittlerweile auch dort Ehrenvorplattler.35 Jahre ist Regina Biereder mit von der Partie, sehr engagiert bei der Stubenmusi. Auch Jutta Weber, erfolgreiche Tänzerin, kann auf 35 Jahre Vereinszugehörigkeit zurückblicken. Robert Merz und Susanne Biereder wurden für 30-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt, Ursula Gauch für 25 Jahre, Daniela Biereder, für 20 Jahre und schließlich Christine Dörsam, Matthias Aschenbrenner und Jochen Rothermel für die zehnjährige Mitgliedschaft.

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