Heppenheimer Trachtler zu Gast im Bayrischen Wald

Am ersten Oktoberwochenende starteten die Mitglieder des Trachtenvereins Alpenrose zu einer Mehrtagesfahrt in den Bayrischen Wald. Die Organisatoren des Vereins hatten ein bunt gemischtes Programm für Ihre Mitglieder zusammengestellt.

Nachdem alle Teilnehmer an Bord waren, hieß es „Auf geht’s nach Bayern“. Nach einer Reisepause in Deggendorf, fuhr man in das Dorf Bayerisch-Eisenstein, welches als Grenzort direkt an der Tschechischen Grenze, bekannt ist.

Mit einem herzlichen „Güß Gott“ wurde die Reisegruppe von den Verantwortlichen des Hotel Waldspitze empfangen. Bereits am Abend des Anreisetages stand ein zünftiger Heimatabend mit dem dort ansässigen Trachtenverein „Arberbuam“ auf dem Programm.

Die Vorstände aus Bayerisch Eisenstein und Heppenheim stellten dem anwesenden Publikum jeweils ihren Verein vor. Hierbei schilderte der Trachtenvorstand Jürgen Merz, wie es im Jahre 1929 zur Gründung des Heppenheimer Gebirgs-Trachtenvereins Alpenrose kam. Junge Burschen und Männer, überwiegend aus dem Bayrischen Wald waren es, die auf der Suche nach Arbeit an der Hessischen Bergstraße sesshaft wurden und den rührigen Verein gründeten. Das Vereinsleben und die einzelnen Vereinsgruppen wurden entsprechend dargestellt und beschrieben. Im Reisegepäck der Heppenheimer durfte als Gastgeschenk natürlich ein Präsent mit ausgezeichneten Bergsträsser Weinen, nicht fehlen. Besonders begrüßt wurde der Ehrenvorstand des Heppenheimer Trachtenvereins, Josef Biereder sen., der hierbei ein Vereinsabzeichen des gastgebenden Vereins erhielt.

Beim anschließenden Programm zeigten beide Vereine, nach einem schneidigen „Auftanz“, angeführt von der Kinder- und Jugengruppe aus Heppenheim, ihr trachtlerisches Können.

Die musikalische Gestaltung des Heimatabends wurde von der Gruppe Deiflslärm,der Heppenheimer Stubenmusi und von der Eisensteiner Blasmusik übernommen.

Mit Bayrischen Schmankerln und einer zünftigen Brotzeit  versorgten die Mitglieder der „Arberbuam“ die aus Hessen angereisten Gäste.

Im Laufe der harmonisch verlaufenden und gemütlichen Abendrunde war es nicht schwer, Kontakte unter den Anwesenden herzustellen. In vielen interessanten und angenehmen Gesprächen konnten die Trachtler untereinander neue Freundschaften und Kontakte knüpfen. Ein Gegenbesuch in Heppenheim wurde ebenfalls besprochen.

Am Sonntag den 2. Oktober ging es nach einem ausgiebigen Frühstück nach Zwiesel. Hier wurde man über die Existenz eines seltenen Tieres informiert, dem sogenannten „Wolpertinger“, den es leider nur noch im Bayrischen Wald gibt. Im Anschluß daran konnten sich die 35 Teilnehmer der Fahrt,  über die Kunst des Schnapsbrennens bei einer Besichtigung einer Bärwurzerei und darauffolgender Verkostung der flüssigen Kostbarkeiten überzeugen.

Der weitere Verlauf des Tages führte die Heppenheimer Trachtler nach Arnbruck ins Glasdorf Weinfurtner. In der Glashütte des Unternehmens wurden die verschiedenen Techniken zur Herstellung und Weiterverarbeitung von Glas erklärt und gezeigt. In verschiedenen nach Themen aufgebauten Ausstellungen, gab es genügend Gelegenheit, die fertigen Erzeugnisse der Glasbläserei zu bewundern.

Die Fahrt mit dem Bus am späten Nachmittag ging weiter über die „Bayrische Glasstraße“ zum höchsten Berg des Bayrischen Waldes, dem „Großen Arber“, der sich nebelig verhüllt zeigte. Eine Fahrt mit der Gondelbahn auf den Gipfel des Großen Arber mußte witterungsbedingt leider ausfallen.

Das gemeinsame Abendessen im Hotel Waldspitze, und anschließendem gemütlichen Beisammensein mit Volksmusik und Trachtentanz rundete den zweiten Tag der Reise ab.

Zur Rückreise am Montag dem 03. Oktober fanden sich einige Mitglieder des Trachtenvereins „Arberbuam“, darunter auch Vorstand Günter Schwarz, zum Abschied ein und überreichten den Heppenheimer Trachtlern noch eine Wegzehrung in flüssiger Form.

Nach der herzlichen Verabschiedung war die Rückreise über Deggendorf mit einer Zwischenstation in Regensburg geplant. Zunächst konnte man die Altstadt von Regensburg bei einer Donauschifffahrt bewundern. Nach Lust und Laune hatten dann die „Bayerwaldfahrer“ die Gelegenheit die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden.

Bevor die Reisegruppe das heimatliche Heppenheim erreichte, bedankte sich der erste Vorstand mit einem  „Vergelts Gott“ bei den beiden Mitgliedern Sigrid Dörsam und Volker Biereder für die organisatorische Unterstützung und Hilfe bei dieser Mehrtagesreise.

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